Mikroplastik & Kinderkleidung: Welche Materialien sind besser – und was du im Alltag tun kannst

Mikroplastik & Kinderkleidung: Welche Materialien sind besser – und was du im Alltag tun kannst

Mikroplastik ist überall ein Thema – und irgendwann kommt die Frage automatisch: Gibt Kinderkleidung Mikroplastik ab? Die ehrliche Antwort: Kleidung aus synthetischen Fasern (z. B. Polyester, Polyamid, Acryl) kann beim Tragen und vor allem beim Waschen Mikrofasern verlieren. Das heißt nicht, dass du jetzt panisch alles aussortieren musst. Aber du kannst smarter wählen – und mit ein paar Kniffen den Abrieb im Alltag deutlich reduzieren.

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Materialien & Babyhaut 
Pflege & Langlebigkeit

Was genau ist das Problem bei Mikroplastik aus Kleidung?

Mikroplastik meint winzige Kunststoffpartikel. Bei Kleidung geht es meist um Mikrofasern, die sich lösen können. Besonders relevant sind dabei synthetische Stoffe wie Polyester (Kunststofffaser). Diese Fasern können über das Abwasser in die Umwelt gelangen.

Wichtig: Mikroplastik ist ein großes Thema – aber dein stärkster Hebel im Alltag ist meistens nicht „perfekt sein“, sondern:
1) bewusst Materialien wählen, 2) Kleidung lange nutzen, 3) Waschverhalten verbessern.

Welche Materialien sind „besser“ – ohne dogmatisch zu werden?

Hier ist die alltagstaugliche Einordnung (ohne Wissenschafts-Overload):

1) Naturfasern (z. B. Bio-Baumwolle)

Naturfasern sind kein Kunststoff und tragen deshalb nicht zum Kunststofffaser-Abrieb bei. Für viele Familien sind sie der unkomplizierteste Weg, um Mikroplastik aus dem Kleiderschrank zu reduzieren.

Wenn du Bio-Baumwoll-Qualität besser verstehen willst:
Bio-Baumwoll-Jersey

2) Pflanzenbasierte Regeneratfasern (z. B. Tencel™ / Lyocell)

Lyocell/Tencel™ wird aus Zellulose hergestellt und ist nicht dasselbe wie Polyester. Viele empfinden es als besonders weich und angenehm auf der Haut – und es ist bei richtiger Pflege super alltagstauglich.

Passender Artikel:
Tencel™ Lyocell

3) Synthetische Fasern (Polyester & Co.)

Synthetik kann Vorteile haben (z. B. sehr robust, schnell trocknend). Aber wenn du Mikroplastik reduzieren willst, ist es sinnvoll, Synthetik gezielt einzusetzen statt „standardmäßig“.

Die Kurzform:

  • Für Alltagsbasics (Body, Shirt, Leggings): eher Naturfaser oder Lyocell
  • Für Spezialfälle (Regen/Matsch/Outdoor): Synthetik bewusst – und dann richtig waschen

Der 10-Minuten-Alltagscheck: So erkennst du „Synthetik-Fallen“ beim Onlinekauf

Wenn du wenig Zeit hast, reichen diese Punkte:

  1. Materialangabe checken: Steht da Polyester/Polyamid/Acryl?
  2. Fleece/Plüsch-Bürstung: Sehr flauschige Oberflächen können mehr Fasern verlieren – vor allem am Anfang.
  3. Extrem günstige Teile: Oft dünner, schlechter verarbeitet, schneller Abrieb.
  4. Pflegehinweis: Wenn alles nur bei 30° „ultra-schonend“ geht, wird’s im Alltag schwer.

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Was du im Alltag tun kannst (ohne Extra-Stress)

Hier kommen die Maßnahmen, die wirklich praktikabel sind:

1) Weniger waschen – und richtig lüften

Viele Teile müssen nicht nach jedem Tragen in die Maschine. Gerade Oberteile lassen sich oft lüften und nochmal tragen. Das reduziert Abrieb und schont die Fasern.

2) Waschmaschine voll machen (aber nicht stopfen)

Voll waschen heißt: weniger Waschgänge insgesamt. Und weniger Reibung pro Teil als bei Mini-Ladungen.

3) Schonender waschen = weniger Abrieb

  • niedrige Temperatur (so niedrig wie sinnvoll)
  • weniger Schleudern (Reibung ↓)
  • keine „harten“ Programme, wenn’s nicht nötig ist

Das passt perfekt zur Themenwelt:
Pflege & Langlebigkeit

4) Wäschesack für Synthetik nutzen (wenn du Synthetik hast)

Wenn du Synthetik im Haushalt hast (z. B. Outdoor), kann ein Wäschesack für synthetische Textilien helfen, gelöste Fasern zu sammeln. Das ist optional – aber ein guter „Pragmatiker-Move“.

5) Qualität schlägt Quantität

Kleidung, die nach 10 Wäschen „fertig“ ist, produziert nicht nur Frust – sondern auch mehr Abrieb über kurze Zeit, plus Neukäufe. Langlebige Teile sind oft die nachhaltigere Entscheidung.

Das ist auch der Kern von:
Fast Fashion – die Schattenseiten & wie du gegensteuerst

Mikroplastik vs. Babyhaut: Was ist wirklich relevant?

Viele Eltern mischen zwei Themen (zu Recht):

  • Mikroplastik in der Umwelt (Faserabrieb)
  • Hautverträglichkeit / Schadstoffe (Siegel, Verarbeitung)

Beides ist wichtig – aber es sind unterschiedliche Fragen.

Wenn du bei Babyhaut auf Nummer sicher gehen willst, hilft dir dieser Guide:
Bio, GOTS oder OEKO-TEX®? 
und die Themenwelt:
Siegel, Fairness & Transparenz

Wie Blu.Brudi das Thema angeht (ohne Perfektionsdruck)

Blu.Brudi® steht für langlebige, hochwertige Kindermode, die im Alltag funktioniert – und Materialien, die viele Familien als besonders angenehm empfinden.

Deshalb setzen wir (je nach Produkt) vor allem auf:

  • Bio-Baumwolle (alltagstauglich, robust, angenehm)
  • Tencel™ / Lyocell (sehr weich, klimakomfortabel)
  • und achten darauf, dass Pflege & Nutzung realistisch bleiben – denn das ist der größte Nachhaltigkeitshebel.

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Fazit: Weniger Mikroplastik – ohne den Alltag kompliziert zu machen

Du musst nicht alles austauschen. Wenn du Mikroplastik bei Kinderkleidung reduzieren willst, reichen oft diese drei Schritte:

  1. Bei Basics häufiger Naturfasern oder Lyocell wählen
  2. Weniger, aber besser kaufen (Langlebigkeit!)
  3. Schonender waschen und Synthetik bewusst behandeln

Damit schützt du nicht nur Umwelt und Nerven – sondern oft auch den Geldbeutel.

FAQ: Mikroplastik & Kinderkleidung

Macht Bio-Baumwolle Mikroplastik?
Sie ist keine Kunststofffaser. Mikroplastik im engeren Sinn betrifft vor allem synthetische Fasern.

Ist Tencel™/Lyocell Plastik?
Nein, es ist eine zellulosebasierte Faser. Es ist nicht dasselbe wie Polyester.

Muss ich Synthetik komplett vermeiden?
Nicht zwingend. Für Spezialfälle ist Synthetik manchmal praktisch. Der Trick ist: bewusst einsetzen und richtig waschen.

Was ist der wichtigste Tipp überhaupt?
Weniger Waschen + schonender waschen + langlebige Teile kaufen. Das ist der größte Hebel.

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